Johansens Reisestudien

 

 

 

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Paris der Impressionisten

       
                 
       

 

       
                 
   

6-Tage-Reise
24. bis 29. März 2012

 

Prof. Dr. Eva Keblowski,

René Johansen

       
                 
   

Reiseverlauf

           
                 
                 
                 
   

6-Tage-Reise.

Mindestteilnehmerzahl 12 Personen. Wir reisen mit maximal 20 Personen.

 

 

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1. Tag, Sa: Anreise und erste Impressionen von Paris
Anreise nach Paris mit dem TGV (schnell und preisgünstig!).
Möchten Sie, dass wir für Sie die Buchung des Zuges übernehmen?
Kein Problem, bitte kreuzen Sie einfach die betreffende Stelle
in unserem Anmeldeformular an.
Unser Hotel ist mit der Metro erreichbar, aber ist Ihnen ein
Zubringer für die An- und Abreise lieber?
Bitte kreuzen Sie unser Formular entsprechend an!

Sie erhalten für sechs Tage gültige Metro Tickets (im Reisepreis
eingeschlossen), damit Sie sich während unseres gemeinsamen Programms,
aber auch nach eigenem Belieben, frei in Paris bewegen können.

Wir treffen uns 16.00 Uhr im ***-Hôtel Beaubourg zu einem ersten gemeinsamen
Rundgang und einer Einführung in den Impressionismus in Paris.
Wir haben dazu den wohl angemessensten Ort gewählt, den Butte Montmartre,
im 19. Jahrhundert DER künstlerische und literarische Brennpunkt der Stadt.
Genießen Sie von den Treppen vor der Basilika Sacré-Cœur einen
unvergleichlichen Blick über das Häusermeer von Paris.

Wir zelebrieren unseren ersten Abend in Paris mit einem exquisiten
Empfangsmenü.
Erste von fünf Übernachtungen in ***-Hôtel Beaubourg, Marais, Paris.

2. Tag, So: Meisterwerke
Das Musée d'Orsay im ehemaligen Bahnhof Gare d'Orsay präsentiert
Gemälde, Skulpturen, Grafiken und Photographien ab dem Jahr 1848
(dem Entstehungsjahr der Zweiten Republik) bis 1914, den Beginn
des Ersten Weltkrieges.

Für uns interessant: Musée d'Orsay beherbergt eine weltweit
einzigartige Sammlung französischer Impressionisten.
Freuen Sie sich auf Meisterwerke wie Édouard Manets "Olympia",
Claude Monets "Kathedrale von Rouen", Selbstporträts von
Vincent van Gogh oder Edgar Degas' "Der Absinth".

Am Nachmittag sehen wir das Paris der Impressionisten mit eigenen Augen.
Es ist das Paris des Baron Haussmann, das Paris der großen Boulevards,
der Künstlercafés. Wir schlendern über den Place de la Concorde zur
Place Vendome und gelangen schließlich zur Place de l'Opera.
Wir sehen – und hören, denn uns begleiten Lyrik und Prosa von Baudelaire,
Proust und Rilke.

Individuelles Abendessen (wir haben Empfehlungen) und zweite von
fünf Übernachtungen in ***-Hôtel Beaubourg, Marais, Paris.

3. Tag, Mo: Paris - ein Fest für die Sinne
Uns erwartet ein ausgefüllter Tag voller Anregungen, Inspirationen
und - natürlich - Impressionen.
Wir beginnen unsere heutigen Streifzüge durch das Paris der
Impressionisten im Musée de l'Orangerie im Jardin des Tuileries.
Natürlich sind wir auch wegen der Seerosenbildern Claude Monets hier,
aber es gibt viel mehr zu entdecken: mehr als 20 Gemälde von
Pierre-Auguste Renoir, Landschaftsgemälde von Alfred Sisley,
Südseelandschaften von Paul Gauguin, das "Bildnis Madame Cézanne"
von Paul Cézanne und bedeutende Werke der klassischen Moderne,
z.B. von Pablo Picasso und Henri Matisse.

Am Nachmittag setzen wir unseren Spaziergang vom Vortag fort.
Zitate Prousts geleiten uns durch den Jardin des Tuileries
und weiter bis zum Jardin du Palais Royal.

Abschließend widmen wir uns den Passagen. Für Walter Benjamin waren
die Pariser Passagen "Häuser oder Gänge, welche keine Außenseite
haben – wie der Traum." 16 dieser Träume haben bis heute überdauert.
Zu den schönsten gehört die Passage Véro-Dodat, eröffnet 1826,
glasüberdacht, mit Wandmalereien geschmückt.

Individuelles Abendessen und dritte Übernachtung in Paris.

4. Tag, Di: Der schönste Platz in der Umgebung von Paris
Wenige wissen, dass eine der bedeutendsten Sammlungen von Monets œuvre
in einem kleinen privaten Museum am westlichen Rand von Paris zu finden ist.
Das Musée Marmottan-Monet in der Rue Louis-Boilly ist bis heute ein
Geheimtipp. Ganz ohne Andrang können wir hier u.a. Monets
"Impression, Sonnenaufgang" bewundern, jenes Seestück aus dem Jahr 1872,
das der Stilrichtung des Impressionismus den Namen verlieh.

Den zweiten Teil des Tages verbringen wir westlich von Paris.

Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir versuchten 1869, Lictreflexe
auf fließendem Wasser mit Ölfarben auf Leinwand zu bannen.
Sie nutzen die erste Eisenbahnlinie, die in Frankreich in Betrieb genommen
wurde, und gelangten so schnell aus der geschäftigen und im Umbruch
befindlichen Metropole in die freie, vergleichsweise harmonische Natur.
In Chatou stiegen sie aus und malten an den Ufern der Seine, entlang
der Ile de la Chaussée und - La Grenouillère nahe Bougival.
Wir werden es den Künstlern gleichtun, nach Croissy-sur-Seine nahe
Chatou fahren und – nicht malen, aber auf Spurensuche gehen.
La Grenouillère war ein populäres volkstümliches Resort, man konnte
Boote mieten und auf einem schwimmenden Restaurant dinieren.
Hier fanden die jungen Impressionisten ein perfektes Sujet – fröhliche
Menschen, Boote, Lichtreflexe auf dem Wasser, eine Szenerie ganz
im Sinne Baudelaires.
Wir erkunden die Ufer der Seine bis zur Maison Fournaise, das Renoir
als den "schönsten Platz in der Umgebung von Paris" pries.

Am späteren Nachmittag kehren wir nach Paris zurück.
Individuelles Abendessen und vierte Übernachtung in Paris.

5. Tag, Mi: Licht und Schatten
Sie erinnern sich, wir haben vor zwei Tagen Monets "Impression,
Sonnenaufgang" betrachtet.
Im kürzlich renovierten Musée du Petit Palais hängt das Gegenstück,
Monets "Sonnenuntergang bei Lavacourt". Das ist aber nicht unser
einziger Grund, das Musée du Petit Palais zu besuchen.
Wir werden uns Werken von Courbet, Sisley, Pissarro, Cezanne und Rodin
widmen sowie Arbeiten des Impressionismus-Vorläufers Eugene Baudin.
Wir können – je nach Zeit - auch einen Blick auf Gemälde von Rembrandt,
Poussin, Ingres, Delacroix und Modigliani werfen und Skulpturen von
Carpeaux und Maillol bewundern.

Kein Paris-Aufenthalt ist vollständig ohne Zeit für Le Marais.
Die Rue des Rosiers und ihre Nebenstrassen, auch "Le Pletzl" genannt,
sind das Kernstück des jüdischen Marais. Hier verbringen wir unsere
Mittagsfreizeit, hier kann man gut flanieren, Modeboutiquen wechseln
mit Synagogen und Gebetsstuben. Man findet Falafel-Imbiss-Stuben
und koschere Restaurants, jüdische, nordafrikanische oder typisch
französische Delikatessen warten nur darauf Genießergaumen zu beglücken.

Nach unserer Freizeit schlendern wir zur Place de Vosges, deren mit
steilen Dächern bekrönten, in grauem Rosé gehaltenen Hotels des 17. Jh.
die Melancholie und den Charme alter Beginenklöster heraufbeschwören.
Unter malerischen Arkaden gruppieren sich Antiquitätenläden, Restaurants,
Kunstgalerien und Cafés.

Den restlichen Nachmittag widmen wir Père Lachaise, dem größten
Friedhof von Paris.
Wir besuchen u.a. das Grab von Eugène Delacroix, von Camille Pissarro
und Marcel Proust.

Am heutigen Abend erwartet uns ein Abschiedsessen im fin-de-siècle
Restaurant "Le Bouillon Chartier".

Letzte Übernachtung ***-Hôtel Beaubourg, Marais, Paris.

6. Tag, Di: Rondins Refugium und der schönste Markt von Paris
Bitte buchen Sie Ihre Rückfahrt mit dem TGV erst für den Nachmittag.
Paris hat noch so viel zu bieten.
Stellen Sie sich vor: wir fahren am Morgen ins 7. Arrondissement
und schlendern über einen Platz, der Ihnen einen perfekten Blick
zum Eiffelturm und, zur anderen Richtung, zum Invalidendom ermöglicht.

Stellen Sie sich weiterhin vor, dass dieser Platz von vornehmster
Haussmannscher Architektur umgeben ist, und dass sich inmitten dieser
Eleganz, von der Place de Breteuil bis zur Avenue de Ségur, der
schönste Markt von Paris befindet, der Marché Saxe-Breteuil.
Das ist nicht nur eine Augenweide, hier können Sie auch nach Herzenslust
exzellente Produkte erstehen - Oliven, Käse, hervorragende Weine – oder
mit einem Gourmet-Leckerbissen und einem Glas Champagner Ihre Tage in
Paris würdig zelebrieren.

Anschließend schlendern wir die Avenue de Breteuil hinunter, werfen
einen Blick auf den Invalidendom und widmen uns schlussendlich
dem nahegelegenen Hotel Biron in der Rue de Varenne.
Hier wohnten erst Henri Matisse, dann Jean Cocteau, R.M. Rilke,
Clara Westhoff und ab 1908 Rodin. Dieser vermachte sein Gesamtwerk
dem Staat, welcher im Gegenzug das Hotel Biron zum Rodin-Museum
umgestaltete und 1919 eröffnete. Nicht nur das Haus, auch der Park
ist als solcher bemerkenswert und beherbergt überdies wichtige
Skulpturen Rodins, wie "Die Bürger von Calais" und "Der Denker".
Und damit verabschieden wir uns Paris.
Im Gartencafé des Hotel Biron lässt es sich gut entspannen, bevor jeder
von uns seine Heimreise antritt.

 

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